Das Zwei-Grad-Ziel und damit die Verhinderung des Klimachaos rücken mit der Wachstumspolitik, die auch hinter der dritten Startbahn steht, in weite Ferne. Der Flughafen München ist schon ohne die dritte Startbahn der größte Klimakiller in Bayern. Er ist jedes Jahr für 7,5 bis 10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Das ist ein Zehntel des Gesamtausstoßes in Bayern.
Nimmt man das künstlich herbeigeführten Wachstum, von dem die FMG bei ihren Bedarfsprognosen für die dritte Startbahn ausgeht, als Grundlage für die Entwicklung des Flugaufkommens in Deutschland, wäre der Flugverkehr allein schon das Aus für die deutschen Klimaschutzziele – siehe Grafik 1 des renommierten Wuppertal Instituts.
Die schwarze Fläche in Grafik 2 zeigt den Änderungsbedarf, wenn der Flugverkehr nicht weiter zunehmen würde – wenn es also kein künstliches Wachstum gäbe und man den tatsächlichen Bedarf am Flughafen München als Rechengrundlage nähme.
Rote Linie: Zeigt die zwecks Klimaschutz anvisierte Reduktion von Treibhausgasen in Deutschland.
Grüne Fläche: Zeigt die für die deutschen Klimaschutzziele notwendige Entwicklung der vom Flugverkehr verursachten Treibhausgase.
Schwarze Fläche: Zeigt, wie groß der Änderungsbedarf wäre, um die nötige Entwicklung beim Flugverkehr zu erreichen, wenn man die Bedarfsprognosen der FMG als Grundlage für die Entwicklung des deutschen Flugverkehrs nimmt.